Ahoi Ade

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Liebe Leserinnen & Leser,

dieser Beitrag wird kurz, denn es ist mein letzter. Nach fast ein einhalb Jahren werde ich mich nun von Peaches Belvedere trennen. Gründe dafür gibt es viele, aber am Ende ist vor allem einer entscheidend:

Es fühlt sich einfach nicht mehr so an, wie es sich anfühlen sollte.

Im vergangen halben Jahr hat sich mein Leben durch den neuen Job und den Umzug komplett verändert. Ich musste einige Hürden nehmen – manche sind immer noch da.
Leider fordern die Umstände sehr viel Konzentration und Energie, so dass meine Aufmerksamkeit ganz dabei liegt. So fällt es mir seit einigen Wochen sehr schwer, Zeit, Motivation und Kreativität zu bündeln, um weiterhin Beiträge zu schreiben oder Videos zu drehen, mit denen ich auch zufrieden sein kann.

Aber ich mache keine halben Sachen. Das habe ich noch nie gemacht.

Deshalb ist es für mich einfacher, mich von diesem Projekt zu trennen, als zu zusehen, wie es verkommt. Ich bedanke mich bei all denjenigen, die meinen Blog mit Freude gelesen und wohlwollend Beiträge kommentiert haben. Ebenso dankbar bin ich für all die lieben Menschen, die ich durch das Bloggen überhaupt erst kennenlernen konnte.

Danke für die Zeit
Peaches

The Vintage Twist: Kostenlose Prints mit Shabby-Charme

Seit drei Monaten bin ich jetzt in Trier und meine Wohnung wird immer wohnlicher – ich kann zufrieden sein. Doch. Aber hier und da fehlen halt noch ein paar Sachen für den letzten Schliff. Ich habe fest vor auch ein Room-Tour-Video zu drehen, aber irgendwie fühle ich mich in meinem neuen Zuhause zwar schon sehr wohl, aber eben noch nicht so sehr, dass ich es Euch gleich schon in Gänze zeigen will.

So fehlt im Wohnzimmer z.B. immer noch das große weiße Regal aus einer lackierten Holzbohle, die ich Euch schon in meinem Weekly Vlog #2 Part II-Video gezeigt habe. Schlimmer noch, ich finde für diesen Raum einfach keine Lampe, die mir wirklich gefällt und so baumelt immer noch eine traurig aussehende Glühbirne von der Decke. Ganz zu schweigen von dem neuen Sofa, das eigentlich auch schon lang hier eingezogen sein sollte.

Aber was soll ich sagen, so ein Umzug und das Einrichten einer eigenen Wohnung, nachdem man jahrelang in einer WG verbracht hatte, kostet viel Geld und dann geht halt auch nicht immer alles auf einmal. Und das ist ok!

Deshalb habe ich heute auch einen kleinen Tipp zum Thema Wohndekoration für Euch, mit dem Ihr blitzschnell und für ein paar Pfennig Eurem Zuhause ein bisschen Vintagecharme verleihen könnt! Ich selbst bin natürlich erst auf die Idee gekommen, nachdem ich schon „zu viel“ Geld ausgegeben hatte. Aber was solls – so könnt Ihr wenigstens etwas von meiner Unüberlegtheit profitieren :-)

Vor einigen Wochen habe ich bei juniqe.de zwei Poster für mein Wohnzimmer bestellt und eins davon war dieser Druck einer Tafel, die vermutlich aus einem alten Buch zur Schmetterlingskunde stammt.

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Es hängt jetzt zusammen mit anderen Fotos über meinem Ess- und Arbeitsbereich, der  allein schon wegen des schweren, dunkelbraunen Tisches in einem etwas rustikaleren Shabby Style gehalten ist. Ich habe mir vorgestellt, alle Bilder, die ich jetzt noch hier aufhängen will, neben privaten Fotos die Themen Natur, Technik, Wissenschaft und Reisen berühren sollen. Optisch zusammengehalten werden die verschiedenen Bildgenres dann eben durch die Farbigkeit und das Material der Rahmen: Holz, Braun, Golden.

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Der Schmetterlingsdruck von juniqe.de hat 12,00 Euro zzgl. Versand gekostet und eigentlich kann man dagegen ja auch gar nichts sagen. Aber was, wenn man für den gleichen Preis sechs solcher oder anderer Drucke haben kann?

Und woher? Natürlich, wer hätte es gedacht, aus dem großen, weiten Internet! Dort stehen Euch nicht nur die Google-Suche zur Verfügung, sondern auch zahlreiche Datenbanken und Blogs, die sich auf Vintagemotive spezialisiert haben, wie thegraphicsfairy.com. Außerdem kreative Plattformen wie tumblr, flickr und pinterest. Ebenso könnt Ihr auf Facebook beispielsweise dem British Museum folgen, das regelmäßig Posts mit erstklassigen, schönen, alten Motiven veröffentlicht oder Euch auf der Website der New York Public Library umschauen.

Nicht zu allen vorgeschlagenen Pools kann ich Euch Beispielsbilder zeigen – Ihr wisst, das Urheberrecht!!! Wenn Ihr die Abbildungen aber für den Privatgebraucht nutzt und sie Euch einfach in die Wohnung hängt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Problemen kommt, doch sehr gering.
Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der bedient sich eben nur an Fotos, die keiner einschränkenden Lizenz unterliegen. Auch da gibt es ein paar schöne Stücke, die ich Euch somit sogar zeigen kann!

Gebt Ihr bei Google z.B. die Begriffe „vintage drawings“ ein und markiert in den Sucheinstellungen „groß“ und „Zur Wiederverwendung gekennzeichnet“, dann purzeln Euch u.a. diese Schätze entgegen.

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Dieses Abbildung eines mechanischen Pferdes entstand  1893 und wird von patentswallart.com via flickr kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Das sind jetzt ein paar Beispiele, die mir selbst sehr gut gefallen und die ich nur mit Hilfe von ein paar Klicks sofort gefunden habe. Sucht Euch einfach Eure Lieblingsmotive zusammen, packt Sie auf einen Stick, druckt sie in der gewünschten Größe im Drogeriemarkt aus und ratzifatzi habt ihr für wenige Euro eine ganze Vintage-Galerie zusammen. Passende, günstige Rahmen findet Ihr z.B. bei Ebay (da habe ich meinen für das Schmetterlingsfoto her), bei Amazon oder noch besser wirklich alte vom Flohmarkt.

PS. Ich suche gerade nach weiteren günstigen DIY-Ideen für meine Wohnung,
die ich dann gesammelt entweder als Blogbeitrag oder vielleicht auch in
einem Video gerne an Euch weitergebe!

Die Aussteuer – Weiße Erbstücke zum Verlieben

DSC00418Vergangenes Wochenende haben meine Großeltern ihre Goldene Hochzeit gefeiert, was mich auf die Idee zu diesem Blogpost gebracht hat.
Vor 50 Jahren war es noch durchaus üblich, dass Frauen mit einer Aussteuer in die Ehe gingen. Dazu hatten die Eltern über Jahre hinweg, eine Grundausstattung für den zukünftigen Haushalt der Braut zusammengesammelt.
Typische Gegenstände der Mitgift waren Küchengeräte, Geschirr- und Glaswaren, Besteck, aber auch Heimtextilien wie Bettwäsche, Handtücher und Tischdecken.

Eine Art Aussteuer gibt es sogar heute noch, wenn auch in etwas anderer Form. So schlossen meine Eltern, als ich noch ein Kind war, eine Versicherung für mich ab, die mir mit Mitte 20 ausgezahlt wurde. Im Falle einer Heirat hätte ich die Summe allerdings – quasi als Startkapital für meinen ehelichen Haushalt – früher bekommen.
Zum Ärgernis meines süditalienischen Vaters habe ich aber lieber studiert als zu heiraten und meine Aussteuer ist vor allem für Studienreisen drauf gegangen :-)

Ich bin zwar immer noch Single, aber einen eigenen Haushalt führe ich mittlerweile dennoch. Deswegen bin ich sehr froh, dass meine Oma und Großtante das mit der Mitgift nicht so eng sehen und mir erst neulich zu meinem Umzug nach Trier einige wunderschöne Erbstücke für meine Wohnung vermacht haben.
Dabei handelt es sich um Kopfkissenbezüge, Tischdecken, Servietten und Taschentücher, die ich Euch nun gerne zeigen möchte.
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Meine Oma würde jetzt wohl ziemlich mit mir schimpfen, wenn sie diese Bilder sehen würde: „Du musst doch die Wäsche in die Mangel geben!“ würde sie sich empören :-)
Aber nein, für mich hat es gerade diesen Shabby-Charm, wenn diese
edlen weißen Decken aus Damast und Häkelspitze nicht gebügelt sind,
sondern ein bisschen mehr messy aussehen.
Die Teller, Gläser, Teelichthalter und Kerzenständer sind übrigens von IKEA und Butlers – also nicht vintage. Aber richtig kombiniert, eben mit den Tischdecken, Servietten und altem Silberbesteck, das ich bei Ebay entdeckt habe, bekommt die Tafel den Vintage Twist.
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Auch in meinem Schlafzimmer liege ich gern wie auf einer großen, weißen Wolke. Vier Kissen habe ich für mich allein und sie reichen mir immer noch nicht – es werden definitiv noch welche dazu kommen :-)
Dabei ist es mir nicht wichtig, ob die Decken- und Kissenbezüge sowie die Spannbettlaken aus einer Serie sind. Im Gegenteil, ich mag es verschiedenen Stoffe zusammenzuwürfeln und Altes mit Neuem zu kombinieren. Nur weiß muss die Wäsche sein! Was schon ziemlich idiotisch ist, wenn man einen Hund hat und gerne mit Keksen im Bett rum krümelt :-)
Aber dann wasche ich halt öfter – das sind mir meine weißen Träume wert!
Die Kissenbezüge sind wieder von meiner Oma und Tante, während das Spannbettlaken, die Decke und der Bettüberwurf von IKEA sind.
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Zum Schluss zeige ich Euch noch eines der Taschentücher mit Spitzenrand, das mir ebenfalls meine Oma überlassen hat.