Essen wie auf Downton Abbey: Vintage Cooking Tutorial #1

PuddingAm Wochenende habe ich mein erstes Vintage Cooking Tutorial gedreht und dabei heraus kam dieser wunderschöne Boiled Carrot Pudding!

Das Rezept stammt aus Mrs. Beeton’s Book of Household Management, das 1861/62 erschienen ist. Downton Abbey-Fans kennen das Buch vielleicht sogar. Es stand in den ersten Staffeln nicht nur in Mrs. Patmore’s Küche, sondern der Rezeptband diente auch den Serienmachern als Inspirationsquelle für die Speisen, die den Crawleys und ihren Gästen serviert wurden.

Na, auch Lust auf einen traditionellen englischen Pudding? Dann schaut Euch gleich das Video an!

Typisches Partyhäppchen der 50er: Gefüllte Eier

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IMG_9210Dieses Jahr haben wir uns als WG entschieden, Silvester gemütlich zu Hause mit ein paar Freunden zu feiern. Das kommt mir sowieso entgegen, denn ich finde die Silvesterplanung schon seit Jahren eher stressig. Immer auf der Suche nach der besten Party mit dem besten Essen, dem besten Sprit und den coolsten Leuten, ist die Enttäuschung am Ende doch meist groß. Wie immer, wenn man zu viele Erwartungen an den Abend der Abende hat…

Natürlich wollen wir es heute Abend trotzdem krachen lassen und sind schon den ganzen Tag in den Vorbereitungen. Alle haben sich was Tolles für unser üppiges Buffet überlegt! Habe gestern schon einen ganz schönen Schreck bekommen, als meine Mitbewohnerin, die ein Auto hat und daher  liebenswerter Weise den Einkauf übernommen hatte, mit den Tonnen an Lebensmitteln zurückkam. Wer soll das alles essen?, dachte ich mir. Da sich jetzt aber auch noch weitere Leute angekündigt haben, dürfte das am Ende doch das geringste Problem sein :-)

Was meinen Beitrag zum Buffet angeht, wollte ich natürlich etwas mit dem bekannten Vintage Twist beisteuern! Vor ein paar Monaten habe ich mir den Nachdruck des Dr. Oetker Schulkochbuchs aus dem Jahre 1952 bestellt und wollte für heute Abend unbedingt was daraus kredenzen. Neben dem obligatorischen Käseigel gibt es daher gefüllte Eier!

Hier das Originalrezept:
Hartgekochte, geschälte Eier teilt man der Länge nach in zwei Hälften oder schneidet die Kuppe ab. Das Eidotter wird vorsichtig herausgenommen, durch ein feines Sieb gestrichen, mit Salatöl, Zitronensaft, Senf und Salz zu einer geschmeidigen Masse verrührt und recht hoch in die ganzen Eier oder die Eierhälften gefüllt. Die Eier werden auf Salatblättern angerichtet und mit Sardellen oder Gurkenstreifen verziert. Man kann eine Mayonnaise dazu reichen. Veränderung: Man rührt unter die Eigelbfüllung gedünstete, feingeschnittene Pilze, Tomatenmark, feingewiegte Kräuter, feingehackte Sardellen oder feingehackten rohen Schinken und schmeckt vorsichtig mit Salz ab.

Ich habe es aber doch einfacher gehalten, da ich das Eidotter z.B. nicht extra durch ein Sieb gestrichen, sondern alles nur so gut verrührt habe, dass es nachher durch die Spritztülle passt. Außer feingehackter Kräuter habe ich auch nichts weiter zu der Grundmasse dazu gegeben. Ich hatte den Eindruck, dass es so schon sehr gut schmeckt und alles andere vielleicht schon etwas zu viel sein könnte.

Zu den Mengenangaben steht im Rezept leider nichts. Ich vermute, dass man damals davon ausging, dass die versierte Hausfrau das schon alles aus dem Handgelenk richtet :-) Macht es einfach nach Gefühl! Wichtig ist letztlich, dass die Masse schmeckt und sich gut in die Eier füllen lässt. Deswegen sollte sie nicht zu trocken und fest, aber auch nicht zu flüssig sein.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachmachen und ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!